
Mit einem davon fangen Rumours ihren Gig im Riff an. Der Song „Crazy” von Gnarls Barkley ist gerade mal drei Jahre alt, aber mit Sicherheit schon in der Kategorie Klassiker einzustufen. Rumours spielen diese Soul-/Funkkomposition fast in einer reinen Unplugged-Version und verleihen ihr dadurch eine ganz neue Anmutung. Der Gesang und die akustische Gitarre von Tobias Ruscheweyh lassen den Besucher eher an den getragenen, sonnigen Sound der Eagles in einer Update-Variante denken, passend dazu steuert Gitarrist Thomas Grünes am Ende ein Soli in bester Don Henley-Manier hinzu.
Die gut besuchte Musikkneipe bietet mit seiner intimen Atmosphäre die idealen Rahmenbedingungen für den warmen, bassgeprägten Sound der Band. Auch beim zweiten Lied, „Save tonight” von Eagle Eye Cherry, fällt angenehm auf, dass Rumours sich gut auf die Raumakustik der Location eingestellt und die zischende Schärfe der Snare Drum reduziert haben.
Bei „Just the two of us” übernimmt Oliver Ruscheweyh, Bruder von Tobias, die Rolle des Saxofons und spielt dessen Melodie einfühlsam auf dem Keyboard. So ist auch der weitere Verlauf des Abends, Rock-Klassiker wie von Eric Clapton, Cheap Trick oder Bob Marley wechseln sich mit Hits neueren Datums von Pink, Silbermond oder Kings of Leon ab. Beim Publikum kommt die Mischung bestens an, vor allem als der Überraschungsgast Ernest Clinton (ehemaliger Sänger der Erfolgsband Soulful Dynamics) später auf die Bühne kommt und gemeinsam mit Tobias und den beiden Sängerinnen von Rumours „No woman, no cry” intoniert, ist der Applaus besonders stark.
Zwei Sets präsentieren die sieben Musiker bis Mitternacht und spielten dabei knapp 30 Songs.